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Sinnlich ist das noble „sexy“. Ein Wort, das meist eine erotische Assoziation hervorruft. Dabei ist „sinnlich“ mehr als ein förmliches „sexy“. Sinnlich ist all dies, was den Alltag erfahrbar macht. Wir können im besten Fall hören, sehen, fühlen, schmecken und riechen. Wir sollten diese sinnlichen Wahrnehmungen nicht nur als gottgegeben betrachten, sondern viel häufiger bewusst erleben. Es ist gar nicht sonderlich schwer, einen Tag sensuell zu gestalten, es erfordert aber einen Sinn für die kleinen Details, die tagtäglich wahrzunehmen sind. Ein paar Ideen…

Wer nicht Gefahr läuft zu verschlafen, kann einen Gute-Laune-Song als Weckerklingeln einstellen. Eine Wechseldusche macht nicht nur munter, sondern stärkt nachweislich Abwehrkräfte und soll zumindest unterstützend wirken, Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft oder Cellulite zu vermindern. Wer schon morgens die Gelegenheit dazu hat, sollte unbedingt an seinem Partner und/oder dem Nachwuchs schnuppern. Der Geruchssinn ist der erste Sinn, der sich bei Menschen im Mutterleib entwickelt und sich ganz entscheidend auf zwischenmenschliche Bindungen im Leben auswirkt. Erst kürzlich fanden Wissenschaftler in der Schweiz heraus, dass Frauen in ihren fruchtbaren Tagen betörender auf Männer wirken – allein vom unverfälschten Körpergeruch her. Unverfälscht insofern, als dass sich die Frauen der Studie für das Experiment nur mit neutraler Seife gewaschen und das Bett für eine bestimmte Zeit nicht mit anderen Personen geteilt haben. Vielleicht also einfach mal das Parfum im Schrank stehen lassen…

Ein Tag für die Sinne kann durchaus fordernd – anstrengender als sonst – sein. Wer ganz genau hinhört, ganz genau hinriecht, der bekommt vielleicht auch schneller genug vom Geplapper der Kollegen oder findet den Essensgeruch am Nebentisch alles andere als appetitlich.

In jedem Fall ein Tag, der uns dafür sensibilisiert, wem oder was wir lieber aus dem Weg gehen sollten beziehungsweise welche Gerüche, Genüsse, Geräusche einen Tag produktiver, spannender und auch entspannter gestalten. Und, bei all diesen sinnlichen Wahrnehmungen bleibt mit Sicherheit auch die Sinnlichkeit nicht auf der Strecke.