Liebe Landmadla, für etwas mehr als zwei Wochen bin ich weg aus der heimeligen Bamberger Redaktion, weg vom Alltagsstress, denn ich mache Urlaub, aber ich nehme dich natürlich mit auf meine Reise durch das Land, das so viele Eigenheiten hat. Ich teste mich durch kulinarische Spezialitäten und Sehenswürdigkeiten. Begleite mich auf meinem Roadtrip entlang der Ostküste und bewundere beziehungsweise wundere dich über die gleichen Dinge wie ich….

Tag -1: Kofferpacken…. Kein normaler Punkt für einen Reiseblog aber definitiv wesentlicher Bestandteil jeder Reise und nach USA umso wichtiger. Haben wir Adapter für die Steckdosen? Sind die Tickets ausgedruckt? Müssen wir online einchecken? Und wie war nochmal die ESTA-Nummer? Hier hilft es wirklich nur die Ruhe zu bewahren – so gut es eben geht und vielleicht die ein oder andere Checkliste abzuarbeiten, bei mir selbst klappt das ganz gut, aber man reist ja nicht alleine…

LANDmadla goes USA - Teil 1!

Typischer Ausblick in Miami Beach. Foto: Leonie Gall

Tag 1: Abflug Frankfurt-Miami

Um 4 Uhr klingelt der Wecker. Ich bin gerade mal vor 3 Stunden ins Bett gegangen, aber jetzt heißt es auf zum Flughafen. Dreimal werden unsere Ausweise kontrolliert bevor wir um 10.20 Uhr endlich in den riesigen Airbus A380 steigen. Um uns herum erstaunlich viele Familien mit kleinen Kindern.
Der Flug ist etwas unruhig und Schlafen gestaltet sich schwierig, deswegen sind wir hundemüde als wir um 3pm Ortszeit (20 Uhr deutsche Zeit) in Miami ankommen. Wir schlagen uns durch weitere Passkontrollen und werden mehrmals fotografiert und unsere Fingerabdrücke werden eingescannt. Das Erste, was mir bereits in der Ankunftshalle auffällt, sind die Palmen vorm Fenster. Irgendwie ist es seltsam, das, was man aus Filmen kennt, in real zu sehen.
Beim Verlassen des angenehm klimatisierten Gebäudes schlägt uns Miami’s Hitze entgegen. Man sollte dabei nicht vergessen, dass Miami auf einer Höhe mit Dubai liegt. Es hat 33 Grad doch durch die hohe Luftfeuchtigkeit fühlt es sich an wie drückende 37 Grad und die Sonne brennt vom Himmel. Am Flughafen wartet schon mein Bruder mit dem Mietwagen auf uns und bringt uns ins Hotel, wo wir dann auch alle prompt in die Betten fallen.

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Die berühmten Hemingway-Katzen. Foto: Leonie Gall

Tag 2: Key West

Ziel des Tages: Der südlichste Punkt der kontinentalen USA – Key West. 3,5 Stunden abwärts von Miami liegt die Spitze der Inselkette Keys. In dem kleinen Ort gibt es eine große Boje, die den südlichsten Punkt markiert, hier stehen Touristen tatsächlich Schlange für ein Foto. Für Literaturfans ist allerdings eher das Hemingway-Haus interessant. Es ist eine kleine Ausstellung zu dem Autor, in dessen Haus über 50 Katzen leben, die alle von Hemingways Katze „Snowball“ abstammen sollen. Hemingway selbst hatte sie angeblich von einem Schiffskapitän geschenkt bekommen. Das besondere an Snowball? Sie hatte sechs Zehen statt fünf und hat diese Genmutation an beinahe alle ihrer Nachkommen weitergegeben. Selbst wer das private Museum nicht besucht, könnte einer der Samtpfoten über den Weg laufen.

Überall auf den Keys und oft noch in Miami selbst kann man die Spezialität der Region kosten: den Key Lime Pie. Ein Mürbteig gefüllt mit einer Masse aus Limettensaft und Kondensmilch – ein bisschen sauer und sehr mächtig aber in Kombination mit Sahne, Baiser oder auch Schokolade sehr lecker.

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Der berühmte Miami Beach. Foto: Leonie Gall

Tag 3: Miami

Natürlich gehen wir zuerst an den Strand und der ist um diese Jahreszeit wirklich angenehm, nicht zu viele Leute, das Wasser hat bereits morgens angenehme Badetemperatur und eine erfrischende Brise, die die drückende Hitze etwas ausgleicht. Und natürlich ist es ein spannender Anblick die vielen Palmen so mitten in der Stadt zu sehen. Miami selbst ist für seine künstlerische Note bekannt. In Miami Beach sind viele Häuser im Art Deco Stil gebaut und die Wynwood Walls, auf denen Künstler meterlange Kunstwerke kreieren sind definitiv ein Highlight. Auf Street Art wird man in Miami eigentlich überall treffen – auch im Little Havana. Das ist ein Stadtteil, der von kubanischen Einwanderern beeinflusst wurde. Die vielen Cafés und Bars mit Live-Musik lassen dich das Flair genießen. Im Maximo Gomez Park treffen sich die Einheimischen zum Domino spielen, sie unterhalten sich zwar auf Spanisch sind aber absolut freundlich und wer möchte kann ein paar Runden mitspielen.

Tag 4: Orlando

Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung Orlando. Doch Orlando an sich ist keine besonders spannende Stadt, besonders die vielen Freizeitparks sind hier ein Reiseziel. Doch wir entscheiden uns gegen DisneyLand und für das J.F. Kennedy Space Center – Die Raketenplan,
-bau und -start Basis der NASA. Hier gibt es den Visitor Complex, einen riesigen Ausstellungspark mit Kinovorstellungen zu verschiedenen Missionen und Themen, Raketenstart-Simulator, das originale Spaceshuttel Atlantis, eine Bus-Tour zu den Startplattformen für Apollo, Challenger und Co, und natürlich jede Menge Infos. So viel, dass man wohl kaum alles behalten kann und es lohnt sich wirklich, einen ganzen Tag dort zu verbringen, auch um alle Events mitmachen zu können, zum Beispiel ein Meet-and-Greet mit einem Astronauten. Das Ganze hat den stolzen Preis von fast 60 Euro pro Erwachsenen. Es lohnt sich aber für alle, die sich von Technik und Weltraumfahrt faszinieren lassen können. (Hinweis: Die gesamte Ausstellung und Filme sind natürlich auf Englisch, es werden auch keine Übersetzungen angeboten, daher lohnt es sich wohl eher mit Kindern ab Teenager-Alter)

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Die Häuser in Savannah. Foto: Leonie Gall

Tag 5: Savannah

Inzwischen knapp 500 Meilen von Miami entfernt kommen wir erst recht spät in Savannah an, weswegen wir die meisten Museen und offiziellen Sightseeing-Touren verpassen. Das ist aber nicht so schlimm, da man Savannah wunderbar selbst erkunden kann. Es ist eine wirklich schöne Stadt mit vielen kleinen Parks und toller Architektur. Insbesondere den Victorian Historic District sollte man gesehen haben. Die Wohnhäuser im späten viktorianischen Stil sind es Wert, bewundert zu werden und auch die „Shopping-Straße“ East River Street hat viel zu bieten. Wir haben heute leider den ersten Regen Tag, was den angenehmen Effekt von kühlen 23 Grad hat, aber auch das Problem, dass zu Fuß die Stadt zu erkunden, keine große Freude macht.

Du willst wissen, wo die Reise weitergeht? Dann schau einfach immer mal wieder auf landmadla.de vorbei, wo Leonie regelmäßig über ihre Erfahrungen erzählt.