Für Robert Hartmann aus Bamberg war dieses Jahr alles andere als gemütlich – zumindest aus sportlicher Sicht. Beim Trainingsstart des Programms „Lauf geht’s“ im März diesen Jahres konnte sich Robert noch nicht vorstellen, sechs Monate später den Halbmarathon in der Fränkischen Schweiz zu laufen. Doch er hat es geschafft – und nicht nur das.

Warum hast du dich für das „Lauf geht’s“-Programm angemeldet?

Da ich schon länger auf der Suche nach einer sportlichen Betätigung war, hat mich die Anzeige im Fränkischen Tag sofort angesprochen. Ich habe mich direkt zum Info-Abend angemeldet. Die Ausführungen von Wolfgang Grandjean, Mitgründer des Programms, dass man trotz sportlicher Vergangenheit mit zunehmendem Alter auch etwas träger wird und die Körperfülle im Laufe der Jahre auch durch unsere fränkischen Gepflogenheiten teils beträchtliche  Ausmaße annimmt, hat auch bei mir zugetroffen. Das vorgestellte Trainingsprogramm in Verbindung mit der Ernährungsumstellung hat mich einfach überzeugt.

Was wolltest du erreichen?

Mein Ziel war von Anfang an, mein Gewicht zu reduzieren und sportlich wieder voranzukommen, damit auch der Alltag wieder leichter fällt.

Welche Rolle hat der Sport vorher in deinem Leben eingenommen?

"Laufen hat mein Leben verändert"Schon seit meiner Kindheit bin ich im MTV Bamberg bei der Faustballabteilung aktiver Spieler. Ab und an bin ich auch schon gelaufen. Im Sommer war ich zudem  öfters in den Bergen unterwegs, und im Winter auch gerne Ski fahren. Auch Wanderungen in unserer näheren Umgebung sind nicht zu kurz gekommen. Die Aktivitäten sind aber im Laufe der Jahre durch Kinder, Hausbau, berufliche Belastung sowie ehrenamtliche Verpflichtungen viel zu kurz gekommen.

Regelmäßiges Training und die Ernährungsumstellung – wie hat das bei dir geklappt?

Die Ernährungsumstellung ist auch durch die Unterstützung meiner Frau erstaunlich problemlos gelaufen. Das größte Problem für mich war eigentlich, die erforderliche Zeit für drei Trainingseinheiten in der Woche aufzubringen. Auch nach einem vollen Arbeitstag und der teils unnatürlichen Hitze im Sommer war es nicht immer einfach, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Wie hat das Laufen dein Leben verändert?

Nach den ersten Läufen und der Ernährungsumstellung haben sich die ersten Erfolge abgezeichnet, die auch auf der Waage abzulesen waren. Durch diese Erfolge war es leichter, sich aufzuraffen und die Trainingseinheiten – vielleicht auch etwas mehr – abzuleisten. Dadurch ergaben sich immer wieder neue Ziele, wie das ein oder andere Kilo mehr abzunehmen oder beim Laufen etwas schneller zu werden.

Geht es dir durch den Sport und die Ernährungsumstellung besser?

Es geht mir auf jeden Fall besser. Durch das reduzierte Gewicht und die bessere Fitness fällt es mir leichter, körperliche Anstrengungen zu meistern. Das fängt beim Schuhe binden an und hört beim Treppen steigen noch lange nicht auf. Bei den Laufeinheiten hat man zudem die Gelegenheit, abzuschalten und sich ohne Handy, E-Mails und Fernsehprogramm mal andere  Gedanken zu machen. Auch die Vorfreude auf die Mahlzeiten ist wieder zurückgekommen.

Du hast dein Gewicht reduziert – wie viel war das denn?

Zu Beginn habe ich mir vorgenommen, zehn Kilo abzunehmen. Daraus sind im Moment 16 Kilo geworden und mal schauen, vielleicht geht ja noch was. Geholfen haben auf jeden Fall die Ernährungstipps und die Aufklärung über bessere Lebensmittel. Auch die Ansprache von Freunden und Verwandten, ob und wie man abgenommen hat, war immer ein Ansporn weiterzumachen.

Das Training in der Gruppe – hilft das wirklich?

Training in der Gruppe ist immer sehr hilfreich, da der Gruppenzwang auch im Unterbewusstsein da ist. Auch unser sehr gutes und immer bemühtes Trainerteam, die allesamt erfahrene Läufer und Sportler sind,  haben uns immer gute Tipps gegeben – auch wenn es manchmal hart war. Besonders hat der gelebte Teamgeist begeistert, der sich zum Beispiel dadurch geäußert hat, dass die etwas „Stärkeren“ zurückgelaufen sind und die vermeintlich „Schwächeren“ wieder abgeholt haben.W

irst du mit dem Sport dranbleiben? Und wie sieht es in Sachen Ernährung aus?

Das Laufen jetzt aufzugeben, wäre nach den erreichten Zielen nicht der richtige Weg. Sicherlich werde ich weiter beim Laufsport bleiben. Ob ich den zeitlichen Aufwand weiter in dem Umfang stemmen kann, muss sich noch erweisen. Schön wäre es, eine entsprechende Laufgruppe zu finden.  Bei der Ernährung wird sich wahrscheinlich nicht viel ändern, damit die Waage nicht wieder zu weit nach oben schnellt. Vielleicht gibt es den einen oder anderen zusätzlichen Ausnahmetag.