Im Sommer auf dem Balkon den Alltagsstress hinter sich lassen. Mit einem guten Buch und einem leckeren Glas Wein oder Eistee einfach mal die Seele baumeln und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Gibt es etwas Schöneres? Für alle, deren Balkon noch Tristesse statt Wohlfühlatmosphäre ausstrahlt, haben wir ein paar Inspirationsideen. Mit ein paar einfachen Elementen wird jeder Balkon, ist er auch noch so klein, zu einem Tempel der Ruhe und Entspannung. Was du dafür brauchst, hat uns Edith Papritz, die Besitzerin des Mohren-Hauses in Bamberg verraten und an einer Dachterrasse gleich in die Tat umgesetzt. Der Vorher-Nachher-Effekt könnte nicht krasser sein. Warm und belebend statt grau und kahl. Eine betörende Ruhe-Oase zum Energieaufladen ist entstanden.

Das rät die Expertin Edith Papritz:

Vom Farbkonzept her habe ich mir überlegt, was ich selber gerne mag. Orange-Rot-Töne sind sehr stimulierend und belebend. Sie machen einfach fröhliche Laune. Außerdem passen sie gut zu den Farben der Dächer drum herum. Mir war es wichtig, diese Farben auf der Dachterrasse noch mal aufzugreifen. In erster Linie sollte man sich aber einfach an seiner Lieblingsfarbe orientieren. Auch sehr schön sind zum Beispiel Azur-Türkis-Töne. Sie erinnern ebenfalls an Urlaub. Damit man richtig entspannen kann, braucht es dann natürlich gemütliche Sitzgelegenheiten. Bei kleinen Balkonen sollten diese nicht zu wuchtig sein und zu viel Platz einnehmen. Die Snooze-Liege ist ein gutes Mittelding. Sie ist etwas breiter. Dadurch haben auf ihr sowohl zwei schmale Personen genug Platz als auch große, kräftige Leute. Gerade von ihnen bekomme ich häufig zu hören: „Endlich mal eine Liege in der ich mich heimisch fühle und nicht das Gefühl habe, dass links und rechts noch ein Stück fehlt.“ Das ist wichtig. Es muss bequem sein! Das ist auch der Acapulco. Er ist ein absoluter Klassiker, in dem bereits John F. Kennedy vor einem Swimmingpool abgelichtet wurde. Mit seinen Spaghetti-Schnüren verkörpert er eine tolle südländische Stimmung. Er wurde bereits in den 60er Jahren ganz viel produziert und kommt nicht aus der Mode. Auch dieses Jahr wird der Acapulco auf der Landesgartenschau in Würzburg wieder ganz groß gezeigt. Und wenn man Bilder von Inn-Hotels anschaut, schmückt der Acapulco häufig deren Balkone. Das Tolle an ihm: Er lässt sich auch gut in die Wohnung integrieren. Gerade für kleine Balkone und junge Leute, die noch wenig Platz haben, ist das ein toller Sessel. Unbedingtes Muss ist auch ein Sonnenschirm. Den braucht es – egal ob der Balkon nun klein oder groß ist. Den roten Sonnenschirm mit Bastfransen habe ich ausgewählt, weil ich einfach dieses Geräusch, wenn sich die Fransen leicht im Wind bewegen, als unheimlich sinnlich empfinde. Es erinnert ein bisschen an Meeresrauschen. Dazu noch ein kleiner Beistelltisch, auf dem man einen kleinen Snack abstellen kann. Das ist im Grunde das, was jeder Balkon auf jeden Fall haben sollte. Für wohnliche Stimmung kann man noch einen Outdoor-Teppich auslegen. Gerade auf Betonfließen schafft so ein Teppich ein angenehmes Laufgefühl. Auch wichtig: Pflanzen. Sie gehören zu einer Wohlfühloase auf dem Balkon unbedingt dazu. Auf kleinen Balkonen sollte man allerdings darauf achten, dass nicht zu viel auf dem Boden herumsteht, das schmälert zusätzlich. Besser: Einen Teil der Blumen ans Geländer hängen. Das schafft nicht nur Platz, sondern sieht auch noch toll aus. Pflanzsäcke aus Nylon sind hier ein super Hingucker und eine schicke Alternative zu Plastikblumenkästen! Zu guter Letzt braucht jeder Balkon für die Abendstunden noch ein schönes Schummerlicht. Ideal ist eine Lampe, die man dimmen kann, aber bei Bedarf auch mal richtig hell stellen kann.